Andacht des Monats



Liebe Freunde,

denken Sie auch: „Der Tod geht mich nichts an„? Oder beschäftigt Sie die Frage: Was kommt nach dem Tod?

Aus einer Umfrage zu diesem Thema habe ich verschiedene Antwortmöglichkeiten ausgewählt. Überlegen Sie für sich, ob Sie den einzelnen Aussagen zustimmen können oder nicht:

• „Ich hoffe, dass ich im Jenseits lieben Menschen wieder begegne.„

• „Ich hoffe auf die Auferstehung der Toten.„

• „Mit dem Tod ist alles aus.„

• „Die Seele des Menschen lebt in irgendeiner Form weiter.„

Diese Umfrage wurde in Deutschland 2012 durchgeführt. Das Ergebnis finde ich spannend: Jeder Zweite sagt, dass mit dem Tod alles aus ist (48 Prozent). Etwas weniger (46 Prozent) glauben, dass die Seele weiterlebt. Jeder Dritte (31 Prozent) glaubt an die Auferstehung der Toten, von der das Neue Testament spricht.





Ja, das Neue Testament berichtet von der Auferstehung Jesu.In Lukas 24 1-8 lesen wir die Worte: Aber am ersten Tag der Woche sehr früh kamen sie zum Grab und trugen bei sich die wohlriechenden Öle, die sie bereitet hatten. Sie fanden aber den Stein weggewälzt von dem Grab und gingen hinein und fanden den Leib des Herrn Jesus nicht. Und als sie darüber ratlos waren, siehe, da traten zu ihnen zwei Männer in glänzenden Kleidern. Sie aber erschraken und neigten ihr Angesicht zur Erde. Da sprachen die zu ihnen: Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten? Er ist nicht hier, er ist auferstanden. Gedenkt daran, wie er euch gesagt hat, als er noch in Galiläa war und sprach: Der Menschensohn muss überantwortet werden in die Hände der Sünder und gekreuzigt werden und am dritten Tage auferstehen. Und sie gedachten an seine Worte.





Jesus ist nicht mehr tot. Er lebt. Jesus hat den Tod besiegt! Es ist unglaublich und zugleich so wunderbar. Jesus lebt!

Leben nach dem Tod? Unvorstellbar! Wenn nicht alles aus ist – was dann?

Ich möchte Ihnen den „Dialog der Zwillinge im Mutterleib„ von Henri Nouwen erzählen, bei dem sich ungeborene Zwillinge über ein Leben nach der Geburt unterhalten. Der ein glaubt daran, der andere leugnet es.

„Sag mal, glaubst du eigentlich an ein Leben nach der Geburt?„ fragt der eine Zwilling.

„Ja, auf jeden Fall! Hier drinnen wachsen wir und werden groß und stark für das was draußen an der frischen Luft kommen wird.„ antwortet der andere Zwilling.

„Ich glaube, das hast du eben erfunden!„ sagt der erste. „Es kann kein Leben nach der Geburt geben – und wie soll denn ‚frische Luft‘ bitte schön aussehen?„

„So ganz genau weiß ich das auch nicht. Aber es wird sicher viel heller sein als hier. Und vielleicht werden wir mit den Beinen herumlaufen können und mit dem Mund tolle Sachen essen?„

„So einen Schwachsinn habe ich ja noch nie gehört! Mit dem Mund essen, was für eine verrückte Idee. Es gibt doch die Nabelschnur, die uns nährt. Und wie willst du herumlaufen? Dafür ist doch die Nabelschnur viel zu kurz.„

„Doch, das geht ganz bestimmt. Es wird eben alles nur ein bisschen anders sein.„

„Du träumst wohl! Es ist doch noch nie einer zurückgekommen von ’nach der Geburt‘. Mit der Geburt ist das Leben einfach zu Ende! Punktum!„

„Ich gebe ja zu, dass keiner genau weiß, wie das Leben ’nach der Geburt‘ aussehen wird. Aber ich weiß, dass wir dann unsere Mutter sehen werden und sie wird sicher für uns sorgen.„

„Mutter??? Du glaubst doch wohl nicht an eine Mutter? Wo soll denn die nun sein, bitteschön?„

„Na hier – überall um uns herum. Wir sind und leben in ihr und durch sie. Ohne sie könnten wir gar nicht sein!„

„So ein Blödsinn! Von einer Mutter habe ich noch nie etwas bemerkt, also gibt es sie auch nicht! Schluss damit!„

„Doch, manchmal, wenn wir ganz still sind, kannst du sie leise singen hören. Oder spüren, wenn sie unsere Welt ganz sanft und liebevoll streichelt …„

Wie gerne wüsste ich, wie das Leben nach dem Tod genau aussieht. Doch die Bibel ist sparsam mit präzisen Beschreibungen, und ich glaube: aus gutem Grund. Weil wir es uns nicht vorstellen können. Zugleich spricht uns Jesus zu: Der Tod ist nicht das Ende. Wir werden wieder lebendig gemacht werden. Aber wir werden weder einfach in unserem vergänglichen Körper weiterleben – sozusagen wiederbelebt. Wir werden lebendig im Sinne einer neuen Schöpfung. Auferweckt zum neuen, zum ewigen Leben – in Jesus Christus.

„Die Auferstehung ist die einfachste Sache von der Welt. Der, welcher den Menschen einmal geschaffen hat, kann ihn auch zweimal schaffen.„ (Voltaire)

Gott nimmt den Tod nicht als selbstverständlich hin, sondern lehnt ihn ab. Er wird ihn vernichten als den letzten Feind. In Jesus wurde der Anfang gemacht. Er hat als Erster den Tod überwunden. Das schenkt Hoffnung, auch wenn wir noch im Hier und Jetzt leben und leiden. Wir beten in Hoffnung: „Dein Reich komme, dein Will geschehe.„

Wir sind gewiss, dass wir ihm folgen werden. Der Feind des Lebens hat nicht das letzte Wort. In Jesus werden wir leben.

Mit freundlichem Gruß
Ihre Marianna Nowak